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Freie Plätze in unserer Welpengruppe

MAI
22.05 Kursstart Agility 1 (0)
22.05 Kursstart Agility 2 (2)
25.05 Kursstart Agility (0)
27.05 Spiel und Spaßtag (3)

JUNI
09.06 Intensivkurs Erziehung für Fortgeschrittene (2)

15.06 KursSchnüffelhelden
Dienstags 18:00 (2)
Freitags 16:00 (2)


Unser Seminarprogramm 2012
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Luna erzählt

Hundeschule und Verhaltenstherapie in Nürnberg, Wendelstein und Feucht



Geboren und aufgewachsen in Kroatien

Ich bin geboren und aufgewachsen in Kroatien und habe dort den Beruf des Straßenhundes ausgeübt. Was anderes wäre mir gar nicht übrig geblieben, denn ich hatte immer soooo einen großen Hunger. Daher gehörte es natürlich zu meinen wichtigsten Aufgaben, so viel Futter wie möglich aufzutreiben und ich muss sagen, das hatte ich ziemlich gut drauf. Natürlich steht dort auf den Straßen nicht einfach mal ein Sack Trockenfutter, aber es gibt dennoch ein breites Nahrungsspektrum. Man muss einfach mit der Zeit ein feines Näschen entwickeln und vor allem nicht zu viel Zeit vertrödeln, dann findet sich schon was: Abfälle von den Menschen oder eben irgendwelche Tierchen die man dann noch jagen muss. Und ich muss sagen, obwohl das Leben auf den Straßen Kroatiens nicht immer ganz einfach war, es war halt mein Leben und ich kannte es nicht anders.


Zwischenstation Tötungsstation

Doch dann, eines Tages passierte es: Ich wurde eingefangen und in eine Tötungsstation gebracht. Das war wirklich ganz furchtbar. Kaum hatte ich mich versehen, saß ich mit einem älteren Rüden in einem furchtbar kleinen Zwinger und ich hatte nix, aber auch gar nix zu tun. Vorher, als ich Stunden mit der Nahrungssuche verbracht hatte, dachte ich mir immer "einfach mal nur ausruhen und aufs Essen warten, dsa wäre aber toll". Aber wie das Leben so ist, kommt es immer anders als man denkt: Ich fand es furchtbar, wusste gar nicht wohin mit meiner Energie, also fing ich an, ständig herumzulaufen und mich immerfort zu putzen, so lange bis mir die Haare ausgingen. Gefüttert wurden wir zwar, aber der Rüde in meinem Zwinger hat mir einfach alles weggenommen und ich hatte soooo eine Angst, dass ich mich gar nicht getraut habe, ihn zu fragen ob ich nicht auch mal was haben kann.

 

Zwischenstation Pflegestelle

Gott sei dank hat mich dann schon bald eine Frau aus der Tötungsstation abgeholt und mit nach Deutschland genommen. Und als ich dann gerade dabei war aufzuatmen und zu denken "Endlich hast du's geschafft" hat diese Frau mich wohin gefahren und einfach dort gelassen!!!! "Dort" war bei Katy, wo ich auch heute noch wohne, aber ich konnte ja damals nicht wissen, dass ich da jezt bleiben kann. Mein Frauchen sagt immer ich war "traumatisiert"

 

Endstation zuhause

Unsere Anfänge standen also unter keinem guten Stern und unser Zusammenleben war die ersten Monate auch nicht wirklich einfach. Ich hab sowieso nicht verstanden warum wir immer so lang in dieser komischen Wohnung da sind anstatt zu arbeiten und wenn wir dann mal rausgingen, dann wollte Frauchen nicht, dass ich arbeite. Dabei hab ich doch immer sooo einen großen Hunger gehabt und hatte immer Angst, dass wenn ich mal einen Tag nicht arbeite, ich das bitter bereuen würde. Ich war also ganz schön durch den Wind.

Ich glaub Frauchen ist das auch alles gar nicht so gut bekommen, die war die erste Zeit auch schon ganz schön durch den Wind. Also schleppte sie mich zu so Dolmetschern, ich glaube "Hundetrainer" nennt man das. Die haben mich dann zumindest ein bißchen verstanden, aber eben halt ein bißchen. Zuerst dachte ich das ist der deutsche Dialekt, aber ich glaube dem war nicht so :-)

Frauchen fing dann an Bücher zu wälzen wie eine verrückte und war ständig unterwegs auf Seminaren und nach und nach verstand sie mich immer besser und ich auch sie. Endlich habe ich verstanden dass ich nicht ständig nach Hasen und Essensresten schauen muss, weil nämlich Frauchen diesen Job übernommnen hat. Und stellt euch vor, die kann das viel besser als ich!!. Wenn Frauchen ein Mäuseloch findet sind da ganz oft Leckerlies drin. Wenn ich Mäuselöcher finde ist da meist nur noch ein Mäusefurz zu riechen und die Erfolgsaussichten sind nicht besonders hoch.

Seither bin ich auch viel entspannter. Inzwischen spiele ich sogar draußen mit meinem Frauchen und denke immer weniger an die Angst zu verhungern.
Wenn ihr also auch Menschen habt, die ein bißchen schwer zu verstehen sind, dann schickt sie zu einem guten Dollmetscher!